Direkt zum Inhalt

Städten ein individuelles Gesicht geben

Politisches Sommerfest der Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Politisches Sommerfest der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Foto: Kristina Schäfer
Politisches Sommerfest der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Foto: Kristina Schäfer
„Was haben Baukultur und Digitalisierung in Rheinland-Pfalz mit einander zu tun?“ lautete eine der Leitfragen, um welche sich das Politische Sommerfest der Architektenkammer Rheinland-Pfalz drehte. Der Präsident der Kammer, Gerold Reker, nutzte das Forum, um neben Erfolgen auch offene Zukunftsfragen anzusprechen.

Gut 400 Gäste hatten sich für den Abend im Brückenturm angemeldet, darunter zahlreiche Landtagsabgeordnete, Minister und Staatssekretäre, Gäste aus Verwaltung, aus der Architekten- und Bauwirtschaft, von den Hochschulen und den Medien. Dabei waren mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Landtagspräsident Hendrik Hering und Verfassungsgerichtspräsident Dr. Lars Brocker auch die Spitzen aller drei Verfassungsorgane des Landes vertreten.

Die Digitalisierung verändere die Arbeitswelt und erfordere Anpassungen der Produktionsstätten und der Verwaltung ebenso wie der Geschäftsmodelle und der Wertschöpfungsketten, der Ausbildung und der rechtlichen Rahmenbedingungen, betonte Kammernpräsident Gerold Reker. „Beim Bauen finde gerade ein Umbruch statt, der vieles von dem auf den Kopf stellt, was wir bisher kannten“.


Bezahlbaren Wohnraum schaffen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hob in ihrem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit der Architektenkammer hervor: „Viele Projekte konnten in den vergangenen Jahren mit Ihrer Unterstützung, Anregung oder durch kritisches Hinterfragen erfolgreich initiiert oder umgesetzt werden“. Ein Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit bilde das Thema „Wohnen“. Hier gehe es vor allem um ausreichenden bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum für alle Menschen, aber auch um neue Wohnformen, etwa für ältere Menschen.

Landtagspräsident Hendrik Hering ging in seinem Grußwort insbesondere auf die Stadtentwicklung ein. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, den städtischen Raum so zu gestalten, dass er zum Verweilen und zum Gespräch einlädt“, sagte Hering. Die Architektur könne dazu beitragen, einem Stadtteil eine unverkennbare Prägung und einer Stadt ihr individuelles Gesicht zu geben. Diejenigen Viertel einer Stadt, mit denen sich die Bewohner besonders identifizierten, entwickelten sich oftmals wirtschaftlich und sozial besonders gut. Er warb dafür, den öffentlichen Raum als Ort für öffentliche Dienstleistungen und bürgerschaftliches Engagement zu bewahren. - 18.08.2017

 
  zum Seitenanfang
Übersicht der TastaturkürzelAktuellesDokumente