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Brücke zwischen jungen Menschen und Kriegsgeneration

Landtagspräsident würdigt Engagement für Kriegsgräberfürsorge/Auftakt für Sammlung

Auftakt für die Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. - Foto: T. Silz
Auftakt für die Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. - Foto: T. Silz
27.10.2017 - Mit einer Dankveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für das Engagement der Bundeswehr und der Reservistenkameradschaften bei der vergangenen Haus- und Straßensammlung sowie einer anschließenden Prominentensammlung vor dem Mainzer Staatstheater ist die diesjährige Spendenkampagne eingeläutet worden. Landtagspräsident Hendrik Hering dankte allen in der Kriegsgräberfürsorge Engagierten für ihren „wichtigen Beitrag für die Aufarbeitung und Bewahrung unserer Geschichte“.

Dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gelinge es, durch das Andenken an die Kriegsopfer eine Brücke zwischen der jungen Generation und der Kriegsgeneration zu bauen. Er sei beeindruckt, dass sich auch viele junge Menschen für den Volksbund und dessen Arbeit einsetzten. „So bleibt Geschichte gegenwärtig und ist vor dem Vergessen geschützt“, betonte Hendrik Hering. Es sei gerade in der heutigen Zeit wichtig zu verdeutlichen, wohin Nationalismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit führen könnten.


Erinnerungsorte schaffen und pflegen

Das Engagement für die Kriegsgräberfürsorge trage auch dazu bei, den Opfern des Krieges ihre Würde zurückzugeben, indem Erinnerungsorte geschaffen und gepflegt werden. Die Kriegsgräberstätten gäben schließlich auch den Angehörigen einen Ort, an dem sie um ihre Angehörigen trauern könnten. Hierzu seien natürlich auch finanzielle Mittel nötig, weshalb er der Bundeswehr und der Reservistenkameradschaft ganz besonders für deren vorbildlichen Einsatz in der Haus- und Straßensammlung dankbar sei.


Für ein friedliches Europa und offene Grenzen

Hendrik Hering erinnerte zugleich auch daran wie wichtig es sei, mit aller Macht für den Frieden in Europa einzustehen und zitierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: „Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen.“ Auch seinem Vorgänger im Amt, dem jüngst verstorbenen Joachim Mertes seien ein friedliches Europa und ein Europa der offenen Grenzen von höchster Bedeutung gewesen.

Oberst Erwin J. Mattes überreichte als Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz anschließend den symbolischen Spendenscheck über den Sammelertrag des vergangenen Jahres an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dessen Landesvorsitzenden Martin Haller, der auch Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags ist. Ausgerüstet mit Spendendosen machten sich am Nachmittag dann prominente Politiker, darunter auch Landtagspräsident Hendrik Hering, Personen des öffentlichen Lebens und verschiedenste Vereinsvorsitzende auf, Spenden für die Kriegsgräberfürsorge einzusammeln.

 
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