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Demokratie und Europa ganz nah

Veranstaltung des Landtags und der EU-Kommission in der Vulkaneifel

Informationsveranstaltung "EU und ich: Weit weg? Ganz nah?" der Reihe "Demokratie-Nah - Der Landtag besucht die Region" im Forum Daun - Foto: T. Silz
Informationsveranstaltung "EU und ich: Weit weg? Ganz nah?" der Reihe "Demokratie-Nah - Der Landtag besucht die Region" im Forum Daun - Foto: T. Silz
„EU und ich: Weit weg? Ganz nah? Was hat die Europäische Union mit mir und meiner Region zu tun?“ lauteten die Leitfragen einer Veranstaltung des rheinland-pfälzischen Landtags, die am vergangenen Freitag im Forum Daun stattfand. Unter dem Motto „Demokratie-Nah“ besucht der Landtag im Rahmen einer neuen Veranstaltungsreihe die verschiedenen Regionen in Rheinland-Pfalz, um vor Ort über Demokratie und Europa zu informieren sowie mit den Menschen darüber zu diskutieren, wie Politik noch besser gemacht werden kann. Auftakt der neuen Reihe war die Eifel. „Vor allem sind wir gekommen, um den Menschen zuzuhören“, betonte Landtagspräsident Hendrik Hering zu Beginn der Veranstaltung.

Wie die Eifel zusammen mit dem Landtag Politik gestaltet
Video-Rückblick der Veranstaltung am 18.08.2017 (YouTube)

Der Tag hatte für ihn und seine beiden Vizes Hans-Josef Bracht und Barbara Schleicher-Rothmund bereits um 9 Uhr mit Schulbesuchen in der Eifel-Stadt Wittlich begonnen (siehe Artikel „Zuhören und informieren“). Mit einem umfangreichen „Paket“ an Anregungen, Ideen, Kritik und Lob endete jetzt am späten Freitagabend der Arbeitstag für die Spitzenpolitiker und ihr Team. Im Rahmen der Veranstaltung, die gemeinsam mit der Europäischen Kommission durchgeführt wurde, hatte der Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn, Jochen Pöttgen, das erfolgreiche EU-Förderprojekt „GesundLand Vulkaneifel“ vorgestellt. Er erläuterte, wie sich dieses Projekt auf die Region, die Gemeinden, die Institutionen und einzelne Bürgerinnen und Bürger ausgewirkt hat und verdeutlichte, wie positiv und unmittelbar sich EU-Projekte für Menschen vor Ort auswirken können. Ungeachtet vieler europakritischer Ereignisse und Stimmen im vergangenen Jahr fühlten sich 68 Prozent der Menschen auf dem Kontinent als Europäer. „Dies ist der höchste Wert, der bisher im Eurobarometer gemessen wurde“, sagte Jochen Pöttgen.      


Was macht die Eifel lebenswert?

Der bekannte Kabarettist Hubert vom Venn sorgte für ein lockeres und unterhaltendes Rahmenprogramm, in welchem er die Geschichte der Eifel komplett neu schrieb.

Im Anschluss waren dann aber vor allem die Rückmeldungen der Gäste gefragt. An vier Thementischen ging es um die Fragen, warum man sich Ferien in der Vulkaneifel vorstellen kann, wie Landespolitik in der Eifel wahrgenommen wird, welche Erwartungen die Menschen in der Region von der EU haben und was sich verbessern muss, um die Eifel noch lebenswerter zu machen.

„Gelobt wurde insbesondere das sehr gute Kulturangebot in der Region, auch durch die vielen Veranstaltungen am Nürburgring, die geologischen Reize durch Maare und den Vulkanismus oder auch die vielfältigen Wellness-Möglichkeiten“, fasste Vizepräsident Hans-Josef Bracht zusammen. Die Angebote für Kinder, beispielsweise durch Indoor-Parks, könnten verbessert werden, ebenso könnte die Sternwarte noch weiterentwickelt werden. Insgesamt müsste noch besser kommuniziert werden, wie hoch die Lebensqualität in der Eifel ist. „Der Eifelaner liebt seine Eifel“, schlussfolgerte die Landtagsvizepräsidentin Barbara Schleicher-Rothmund aus den Rückmeldungen des Publikums.


Schnelleres Internet und bessere Radwege

Aus Sicht der Gäste werden die Interessen der Region gut von ihren Landtagsabgeordneten in Mainz vertreten. Man wünscht sich jedoch eine bessere Finanzausstattung der Kommunen für die vielfältigen Aufgaben. Ebenfalls ein großer Wunsch ist der Ausbau des schnellen Internets, die Schaffung von verbesserten Radwegeverbindungen sowie der Aufbau von Mehrgenerationenhäuser auch im ländlichen Raum. Bezüglich der EU ging es hauptsächlich um zwei zentrale Themen. So wurde zum einen kritisiert, dass die EU viel zu bürokratisch wäre und dass die politischen Bildungsangebote über die EU insbesondere für junge Menschen verbessert werden müsse. Europa müsse dabei auch auf emotionaler Ebene vermittelt werden. 

Landtagspräsident Hendrik Hering sagte zu, all die Rückmeldungen nun mit Nachdruck in die relevanten Kanäle des politischen Prozesses in der Landeshauptstadt einzuspeisen, mit dem Ziel, die Anregungen in konkrete Politik umzumünzen. - 22.08.2017

Wie die Eifel zusammen mit dem Landtag Politik gestaltet
Video-Rückblick der Veranstaltung am 18.08.2017 (YouTube)

 
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