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Länger zu Hause leben können

Landtag diskutiert das Projekt „Persönliche Pflegemanager“

Die Selbstbestimmung und soziale, kulturelle sowie gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen in Rheinland-Pfalz soll gefördert werden. Als Schritt in diese Richtung sollen laut Landesregierung in bis zu 20 Pflegestützpunkten im Land probeweise Pflegeberater zu sogenannten „Persönlichen Pflegemanagern“ ausgebildet werden. Die Thematik war Gegenstand einer Großen Anfrage der CDU-Fraktion und wurde nun inklusive der Antwort der Landesregierung im Plenum besprochen.

Die 135 Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz bieten Pflegebedürftigen die Möglichkeit, wohnortnahe Beratung und Unterstützung zur Pflege im eigenen Zuhause zu erhalten. Damit soll dem Wunsch hochbetagter Menschen, möglichst lange zu Hause leben zu können, entgegengekommen werden. Die Fachkräfte sollen im Zuge ihrer Weiterbildung zum persönlichen Pflegemanager schrittweise dazu qualifiziert werden, Pflegebedürftige persönlicher und auch außerhalb normaler Bürozeiten zu unterstützen. Damit sollen sie Angehörige entlasten, so Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Während der Plenarsitzung am vergangenen Freitag kritisierte die Opposition, die Ziele der Ausbildung zum persönlichen Pflegemanager seien zu unkonkret. Der Mehrwert gegenüber Pflegeberatern sei nicht erkennbar. Der Aufwand an personellen und finanziellen Ressourcen sei daher nicht gerechtfertigt. Dem setzten die Regierungsfraktionen entgegen, dass durch den Pflegemanager die Arbeit der Pflegestützpunkte weiter verbessert werde sowie Pflegebedürftige und pflegende Angehörige eine zusätzliche Entlastung erfahren würden. - 28.08.2017

 
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