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„Zukunft Europas kommt aus den Regionen“

Haus Burgund-Franche-Comté öffnet neues Domizil in Mainz

Das Haus Burgund-Franche-Comté in neuen Räumlichkeiten - Eröffnungsfeier am 02.09.2017 - Foto: K. Schäfer
Das Haus Burgund-Franche-Comté in neuen Räumlichkeiten - Eröffnungsfeier am 02.09.2017 - Foto: K. Schäfer
05.09.2017 - Das Haus Burgund-Franche-Comté in Mainz ist nach seinem Umzug am vergangenen Wochenende durch Landtagspräsident Hendrik Hering offiziell eröffnet und der Öffentlichkeit vorgestellt worden. War die offizielle französische Vertretung der rheinland-pfälzischen Partnerregion noch bis vor kurzem in den Räumlichkeiten des „Allianz-Hauses“ in der Flachsmarktstraße untergebracht, so ist das neue Domizil nun in der Großen Bleiche 29 (ehemals Buchhandlung Dr. Kohl). Seit 1994 repräsentiert das Haus die französische Partnerregion in Rheinland-Pfalz.


Sprachunterricht in beiden Regionen ausbauen

Das Haus erfülle laut Landtagspräsident Hendrik Hering zwei wichtige Hauptaufgaben. Zum einen unterstütze es den politischen Austausch beider Regionen und sei „Verbindungsinstanz“ zwischen Landesregierung und Landtag Rheinland-Pfalz mit dem Regionalrat in Dijon. Zum anderen werbe das Haus touristisch für Burgund-Franche-Comté, für deren Kultur und Lebensart. So sind dort unterschiedlichste Informationen über die Partnerregion erhältlich und eine kleine Bibliothek lädt auch die Jüngsten zum Verweilen ein. Hering betonte die wichtige Funktion des Hauses im Rahmen der Zusammenarbeit beider Regionen. So konnte kürzlich eine Vereinbarung zur Kooperation im Bereich „Klimaschutz und Energiewende“ unterzeichnet werden. Ein weiteres großes Ziel sei der Ausbau des Deutsch-Unterrichts in Burgund-Franche-Comté und entsprechend des Französisch-Unterrichts in Rheinland-Pfalz. „Aus gutem Grund können wir sagen, dass die Zukunft Europas aus den Regionen und deren Kooperation miteinander kommt und dass Rheinland-Pfälzer und Burgunder einen wichtigen Anteil daran haben“, sagte Hering.


„Savoir-vivre“ in Mainz

Auch Oberbürgermeister Michael Ebling hob die Bedeutung der „kleinen Mosaiksteinchen“ in der Völkerverständigung hervor. Es seien dies winzige, aber unverzichtbare Bestandteile, damit die nun schon so lange währende erfolgreiche Verbindung zwischen Deutschen und Franzosen auf allen Ebenen gesellschaftlichen Lebens fortgeführt werden könne. So besiegelten Mainz und Dijon bereits 1958 nach mehr als 5jähriger Vorbereitung offiziell die Städtepartnerschaft, die später durch die Partnerschaft zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Region Burgund vertieft wurde. Das Haus Burgund habe mit seiner Leiterin Mélita Soost in Mainz eine bewundernswerte Aufbauleistung vollbracht. „Es ist zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in unserer Stadt geworden, ein echtes Aushängeschild der Kulturstadt Mainz“, sagte Ebling. Mit seinen Aktivitäten verbreite das Haus nicht nur typisches „Savoir-vivre“, sondern es verhelfe darüber hinaus interessierten jungen Leuten zu Betriebspraktika und organisiere interkulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen.


„Ein Trumpf für die Region“

Die Präsidentin des Regionalrats der Region Burgund-Franche-Comté, Marie-Guite Dufay, war eigens zur Eröffnung der neuen Dependance angereist. Seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 26. Juni 1962 habe sich sehr viel ereignet und zahlreiche Aktionen zwischen den beiden Regionen seien ins Leben gerufen worden. Sie freue sich, dass nach umfangreichen Renovierungsarbeiten sehr repräsentative, moderne und barrierefreie Räumlichkeiten im Herzen der Stadt Mainz als neue Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen wurden. „Diese in Europa einzigartige und beispielhafte Partnerschaft, die zwischen Rheinland-Pfalz und der damaligen Region Burgund geschlossen wurde, ist ein wesentlicher Trumpf für die neue Region Burgund-Franche-Comté, die am 1. Januar 2016 entstanden ist“, sagte Marie-Guite Dufay.

Musikalisch wurde die Eröffnung vom Jazz-Trio des Peter-Cornelius-Konservatoriums der Stadt Mainz begleitet.

 
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