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Ehemalige Abgeordnete besuchen Hambacher Schloss

Beth: Als Europäischen Erinnerungsort der Demokratie verstehen

Ehemalige Abgeordnete informieren sich vor Ort über das Hambacher Schloss
Ehemalige Abgeordnete informieren sich vor Ort über das Hambacher Schloss
08.09.2017 - Wie hat sich das Hambacher Schloss in den letzten Jahren entwickelt? Wie zeigt sich die neue Dauerausstellung? Wie sieht das Bauwerk nach der Sanierung aus und wie neuen Anbauten? Wie arbeitet die Stiftung und welchen Zuspruch finden deren Angebote? Die ehemaligen Abgeordneten des Landtags hatten eine Menge Fragen mitgebracht als sie bei ihrer Herbstbegegnung das Hambacher Schloss besuchten.

Die Geschäftsführende Schlossmanagerin   Ulrike Dittrich konnte von einem Investment des Landes in Umbau, Erweiterung und Ausstattung seit 2006 in Höhe von 30 Millionen Euro berichten, die das Schloss nunmehr zu einem modern gestalteten Gebäude am Ort des Hambacher Festes von 1832 und zu einem außerschulischen Lernort mache, an dem junge Leute „Demokratie erleben“ können. Mit 90 000 Besuchern, die zur Dauerstellung kämen und 70 000 weiteren, die die vielfältigen Veranstaltungen besuchten, könne man ein gesteigertes Publikumsinteresse verzeichnen. Besonders stolz zeigte sich die Schlossmanagerin, dass das Hambacher Schloss eine von zwei Stätten in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden sei. Dr. Alfred Beth unterstrich, dass das Hambacher Schloss als Wiege der Demokratie nicht nur von regionaler und nationaler Bedeutung sei. Es gelte vielmehr künftig noch stärker die europäische Dimension des Festes und Hambach als europäischen Erinnerungsort der Demokratie herauszustellen. Über die wechselvolle Geschichte des Bauwerkes konnte seinen Kollegen der ehemalige Abgeordnete Lutz Frisch berichten; u.a. Autor des Buches „Neustädter Bürger und das Hambacher Fest 1932“. Die Einladung zum Fest sei damals von Siebenpfeiffer formuliert und von 35 Neustädter Bürgern unterschrieben worden und ohne die tatkräftige Unterstützung aus Neustadt nicht machbar gewesen. Als positiv wertete Frisch auch die heutige Stiftung, an der Land, Bezirksverband und Kreis beteiligt seien, institutionell unterstützt vom Bund. Auf Hambach müsse stets auch mit Bezug auf das heute der Wert der Demokratie verdeutlicht werden, waren sich die Teilnehmer einig. Den Abschluss der Veranstaltung bildete auf Einladung des früheren Weinbauministers Dieter Ziegler eine Weinprobe in dessen Weingut in Maikammer, zu deren Gelingen auch der Brudermeister der Weinbruderschaft der Pfalz Dr. Fritz Schumann als weinkultureller Begleiter beitrug. Alfred Beth freute sich zudem über die Teilnahme der beiden Ehrenpräsidenten Heinz Schwarz und Theo Magin.
 
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