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Digitalisierung als Chance für das Handwerk

„Die Gute Form“ – Landesauszeichnung im Tischler- und Schreinerhandwerk

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gestaltungswettbewerbs. Foto: schreinerrheinland-pfalz
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gestaltungswettbewerbs. Foto: schreinerrheinland-pfalz
29.11.2017 - Am vergangenen Wochenende hat der Landesinnungsverband des rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks im Rahmen des Gestaltungswettbewerbs „Die Gute Form“ die besten Gesellenstücke des rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks ausgezeichnet. Landtagspräsident Hendrik Hering gratulierte als Schirmherr des Landeswettbewerbs allen nominierten Handwerkern zum Erreichen des Landesfinales und lobte deren Arbeiten. „Die ausgestellten Gesellenstücke zeichnen sich durch die Verbindung von Formen in der Tradition des Tischlerhandwerks und durch kreative Designideen aus“, lobte Hendrik Hering.

Traditionelle und moderne Techniken zusammenführen

„Die Gute Form“ beweise die Leistungsfähigkeit des Tischler- und Schreinerhandwerks und die Vorzüge des dualen Ausbildungssystems, erklärte der Präsident weiter in seinem Grußwort. Er betonte die Wichtigkeit des Handwerks als „eine der Säulen unserer Wirtschaft“ und als Branche mit vielfältigen Zukunftschancen. Allein dem Landesinnungsverband gehörten rund 1.000 Betriebe an. Eine Stärke des Handwerks sei die Individualität des Endprodukts. „Im Gegensatz zu industriell hergestellten Produkten handelt es sich im Handwerk um Unikate, die nach individuellem Wunsch des Kunden angefertigt werden können“. Ungeachtet dessen sei die Verbindung von traditionellen Handwerkstechniken mit modernen computergesteuerten Maschinen eine wichtige Voraussetzung, um die Zukunft des Handwerks zu sichern. So könne die Digitalisierung dazu beitragen, die individuelle Fertigung zu wettbewerbsfähigen Preisen zu ermöglichen.


Frauen für das Handwerk gewinnen

Der technische Handwerksberuf jedoch, so stellte Hering fest, werde vergleichsweise von wenigen Frauen ausgeübt. Er wandte sich daher explizit an die drei Teilnehmerinnen des Landesfinales und betonte, es sei eine gemeinsame Aufgabe von Betrieben, Innungen und Politik, junge Frauen zu ermutigen, Ausbildungen in den sogenannten Männerberufen zu absolvieren: „Aktionen wie der Girls‘ Day sind ein Mittel dazu“.

 
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