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Das neue Fernsehen

Wie Tablets und Smartphones das öffentlich-rechtliche Fernsehen verändern

Fernsehen wird nicht mehr nur über den Fernseher im Wohnzimmer zu den jeweiligen Sendezeiten geschaut. Damit das öffentlich-rechtliche Fernsehen aber auch in Zukunft noch zur Meinungsbildung und Integration der Gesellschaft beitragen kann, hat es auf diese und andere Entwicklungen reagiert. Im Medienausschuss des Landtags wurde das nun auf den Prüfstand gestellt.

Es ist zum Beispiel möglich, dass die 19-Uhr-heute Nachrichten im ZDF über ein Tablet um 21 Uhr im eigenen Garten geschaut werden können. Das trifft nicht nur auf die heute-Nachrichten, sondern auch auf alle anderen Angebote im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu. Neben diesem Angebot findet sich beispielsweise auch YouTube und Amazon Video. Der Begriff „Cloud TV“ fasst das alles zusammen und macht deutlich, dass es sich um Bewegtbildangebote handelt, die unabhängig von der Art des Endgerätes, von der Zeit und von dem Ort konsumiert werden können.

Das ZDF hat nun ein  Gutachten erstellen lassen, das prüfen sollte, ob es angesichts dieser Entwicklungen noch seinem Auftrag gerecht wird. Die Gutachter stellten fest, dass die Politik dazu das Rundfunkrecht anpassen muss. Sie schlagen vor,

  • dass Sendungen in Zukunft länger als heute erlaubt in der Mediathek abrufbar sind,
  • Angebote extra für das Internet zu entwickeln und
  • mehr Möglichkeiten zur Beteiligung des Publikums angeboten werden.

Im Ausschuss für Medien, Digitale Infrastruktur und Netzpolitik wurde dieses Gutachten thematisiert und weitere Wissenschaftler um ihre Stellungnahmen ( Degenhart und  Grassmuck) gebeten. In der heutigen Sitzung des Ausschusses wurden unter der Leitung des Vorsitzenden Heribert Friedmann (AfD-Fraktion) die Stellungnahmen ausgewertet. Dabei haben die Fraktionen der SPD, CDU, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN festgestellt, dass sowohl im herkömmlichen Fernsehen als auch im Cloud TV die Zukunft liegt.

Heike Raab, Staatssekretärin und Beauftragte für Medien im Vorsitzland der Rundfunkkommission Rheinland-Pfalz, wird dieses Bekenntnis bei der geforderten Anpassung der rechtlichen Vorgaben „mitnehmen“. – 04.04.2017

 
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