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Weltkindertag: Erster "Platz der Kinderrechte" eingeweiht

Landtagspräsident Hering ermutigt Jugendliche zum Mitmachen in der Politik

Bundesweit der erste Platz der Kinderrechte - Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
Bundesweit der erste Platz der Kinderrechte - Foto: Landtag Rheinland-Pfalz
22.09.2017 - Zum Weltkindertag am 20. September wurde in Höhr-Grenzhausen im Westerwald am Freitag der bundesweit erste "Platz der Kinderrechte" eingeweiht. Zuvor waren 450 Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Schulen in einer Sternwanderung nach Höhr-Grenzhausen gekommen. Landtagspräsident Hendrik Hering erklärte, dass der neue Name des Platzes mehr als eine symbolische Geste sei: "Es ist die Aufforderung an jeden einzelnen von uns, die Rechte der Kinder zu schützen. Uns täglich dafür einzusetzen, dass Kinder ohne Gewalt und Armut aufwachsen, dass sie gleiche Chancen auf Bildung und persönliche Entwicklung haben und sich am kulturellen und gesellschaftlichen Leben beteiligen können."

Plätze und Straßen der Kinderrechte auch in anderen Städten und Gemeinden

Die Idee zu der Aktion stammt vom Landesverband des Kinderschutzbunds Rheinland-Pfalz. Ziel ist, dass Kommunen in ganz Deutschland öffentliche Flächen als Plätze oder Straßen der Kinderrechte benennen, um so noch stärker im Alltag auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. Der "Platz der Kinderrechte" in Höhr-Grenzhausen, dessen Einweihung zugleich die diesjährige Zentralaktion des Bundesverbands des Kinderschutzbunds zum Weltkindertag war, soll Vorbild für andere Städte und Gemeinden sein. So soll es zum Beispiel auch in Mainz schon bald einen Platz der Kinderrechte geben.

Kinderrechte im Grundgesetz verankern

Der Aktionstag in Höhr-Grenzhausen stand auch unter dem Motto "Kinderrechte ins Grundgesetz". Die Kinderrechte sind bereits in der Verfassung von Rheinland-Pfalz und der meisten anderen Bundesländern verankert, sie sind Teil der EU-Grundrechtecharta und der UN-Kinderrechtskonvention. Auf Bundesebene fehlt dieser Schritt für das Grundgesetz noch. Dazu erklärte Landtagspräsident Hering: "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie sind Persönlichkeiten mit ganz eigenen Rechten, die eine Gesellschaft auf besondere Weise schützen muss." Den Mitarbeitern und Ehrenamtlichen des Kinderschutzbunds dankte er dafür, dass sie sich seit Jahren unermüdlich für den Schutz und die Förderung der Kinderrechte einsetzten. 

Informieren, mitreden, einmischen!

Die Schülerinnen und Schüler ermutigte der Landtagspräsident dazu, über den Weltkindertag hinaus für ihre Rechte einzustehen und für sie zu kämpfen: "Informiert euch, redet mit, mischt euch ein! Helft der Politik beim Perspektivwechsel, bringt eure Ideen und Wünsche ein."

 
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