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Landtag geht vor Ort/Ortstermin in Wittlich

Demokratie-Nah in der Vulkaneifel - das Präsidium des Landtags Rheinland-Pfalz  unterwegs in Daun und Wittlich - Foto: T. Silz
Demokratie-Nah in der Vulkaneifel - das Präsidium des Landtags Rheinland-Pfalz unterwegs in Daun und Wittlich - Foto: T. Silz
Der rheinland-pfälzische Landtag hat seinen Sitz in Mainz. Eigentlich. An diesem Freitag verlegte das Präsidium jedoch seinen Arbeitsplatz kurzerhand in die Eifel. "Demokratie-Nah" nennt sich die neue Veranstaltungsform, in dessen Rahmen der Landtag vor Ort in die rheinland-pfälzischen Regionen kommt. Erste Stationen für Landtagspräsident Hendrik Hering und seine beiden Vizes Hans-Josef Bracht und Barbara Schleicher-Rothmund waren die beiden Eifel-Städte Wittlich und Daun.

Der Landtags-Tag begann mit Schulbesuchen im Cusanus-Gymnasium, Kurfürst-Balduin-Realschule plus und der Berufsbildende Schule, auf welche sich die Spitzen des Landtags verteilten. Und dort setzten sich alle drei mit den unterschiedlichsten Fragen der Schülerinnen und Schüler auseinander. Die Jugendlichen hatten sich intensiv auf den Besuch vorbereitet. Die Themen reichten dabei von Bildung und Brexit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf über  Fake News und Föderalismus bis hin zu Politikverdrossenheit und Mindestlohn. "Es müssten öfter Politiker in Schulen und in unseren Sozialkunde-Unterricht kommen", wünschte sich Maceo Pohl aus der 10 b des Cusanus-Gymnasiums und war glücklich, dass er einige Punkt loswerden konnte, die ihm am Herzen lagen.

Anschließend ging es für den Landtags-Trupp in die Innenstadt, wo die Politiker vor dem karitativen Laden "Kaufen mit Herz" in der Burgstraße in einer dort aufgebauten "Gesprächsecke" den Sorgen und Nöten der Menschen ein offenes Ohr schenkten. Darüber hinaus stand der Austausch mit den im Kaufhaus engagierten Ehrenamtlichen im Vordergrund. Rund 50 Ehrenamtliche arbeiten in dem im November 2014 eröffneten Kaufhaus mit und sorgen für ein echtes "Einkaufserlebnis". Zu Beginn des neuen Jahres wird das Kaufhaus in das ehemalige Gebäude der Deutschen Bank einige hundert Meter weiter umziehen. Landtagspräsident Hendrik Hering ließ es sich nicht nehmen, sich auch als Kassierer zu profilieren.

Die letzte Station in Wittlich war schließlich das Mehrgenerationenhaus (MGH) des Deutschen Kinderschutzbundes, wo das Mitarbeiter- und Ehrenamtlichen-Team ihre umfangreiche Arbeit präsentierten, einen wahren "Gemischtwarenladen", wie die Geschäftsführerin Michaele Schneider schmunzelnd bekannte. Neben vielen Tätigkeitsbereichen ist es insbesondere die Flüchtlingshilfe, für die sich das MGH mit viel Leidenschaft engagiere. "Ohne die Hilfe durch das Mehrgenerationenhaus wäre ich heute nicht hier, sie haben mir in allen Lebensbereichen so viel geholfen", bekannte der 25-jährige Abed Kamari, der vor zwei Jahren aus Aleppo in Syrien geflüchtet war.

"Wir wollen nicht nicht nur im Landtag in Mainz Politik machen, sondern auch in die Regionen kommen, um für Demokratie zu werben und zu begeistern", sagte Hendrik Hering zu den Beweggründen, die hinter der neuen Veranstaltungsreihe stehen. Aus diesem Auftakt nehme man einiges für die Arbeit im heimatlichen Mainz mit. - 18.08.2017

 
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