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Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern

Warum Frauen bis zum 18. März umsonst gearbeitet haben

Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer.
Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer.
Vom 1. Januar bis 18. März haben Frauen in Deutschland umsonst gearbeitet. Das hat das Forum Equal Pay Day ausgerechnet. Die Abgeordneten im Gleichstellungsausschuss des Landtags haben sich das am 6. April in ihrer Sitzung von der Landesregierung erklären lassen. Dabei ging es den Abgeordneten auch um Lösungsansätze.

Natürlich wurden auch Frauen ab 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt. Im Durchschnitt allerdings geringer, sodass sie theoretisch bis 18. März nicht bezahlt wurden. Das beruht auf einem Vergleich der Bruttostundenverdienste von Frauen und Männern in Deutschland.

Bei dem aktuellen Vergleich wurde deutlich, dass Frauen im vergangenen Jahr 21 Prozent weniger verdient haben. Frauen holen bei der Bezahlung langsam auf und der Unterschied zu Männern wird kleiner. Dabei handelt es sich um den unbereinigten Gender Pay Gap.

Unterschiedlicher Verdienst bei ähnlichem Job

Die bereinigte Version dieser Zahl betrachtet den Verdienst von Frauen und Männern, die eine sehr ähnliche Qualifikation und einen sehr ähnlichen Job haben. Dabei fällt auf, dass Frauen im vergangenen Jahr 6 Prozent weniger verdient haben als Männer. Auch diese Zahl ging in den vergangenen Jahren nur langsam zurück.

Gerechte Bezahlung

Frauenministerin Anne Spiegel sprach nicht nur diese Zahlen an, sondern berichtete den Abgeordneten auch über zwei Maßnahmen gegen die Verdienstunterschiede. Mit dem Mentoring-Programm „Mehr Frauen an die Spitze“ möchte die Landesregierung den Frauenanteil in Führungspositionen in Landesbehörden in Rheinland-Pfalz erhöhen. Er liege schließlich nur bei 30 Prozent. Dazu geben erfahrene Führungskräfte ihr Wissen weiter. Außerdem fördere das Frauenministerium den Projektträger „Arbeit und Leben“, der kleine und mittlere Unternehmen im Land auf dem Weg zu einer gerechten Bezahlung berät.

Die Ministerin berichtete konkret über diese Maßnahmen, da die Fraktionen der CDU und von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN jeweils darum gebeten haben. Die Fraktionen der SPD und der AfD haben jeweils um die Erklärung allgemeinerer Aspekte gebeten. - 12.04.2017

 
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