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Bildungsausschuss: Schülerzahlen differenziert betrachten

Ausschuss diskutiert über Konsequenzen aus aktueller Bertelsmann-Studie

Die von der jüngsten Bertelsmann-Stiftung prognostizierten allgemein steigenden Schülerzahlen in Deutschland werden sich in Rheinland-Pfalz sehr unterschiedlich entwickeln. Diese seien in Rheinland-Pfalz sehr stark abhängig von der Schulform und der Region, betonte Bildungsministerin Stefanie Hubig in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses des Landtags.

Beste Bildung unabhängig vom Wohnort

Seit dem Schuljahr 2014/15 stiegen die Schülerzahlen in Grundschulen wieder an. Auf der Grundlage von eigenen landesspezifischen Vorausberechnungen geht das Bildungsministerium davon aus, dass in den Realschulen Plus und in den Gymnasien die Zahlen ab 2022 ebenfalls wieder ansteigen werden. Die Trends würden sich jedoch regional sehr unterschiedlich auswirken. Der Grünen-Abgeordnete Daniel Köbler plädierte dafür, die vorhandenen Studien sehr differenziert zu betrachten. „Unser gemeinsames Ziel muss sein, unabhängig vom Wohnort bestmögliche Bildungsmöglichkeiten zu schaffen“.


Ausreichende Zahl an Lehrkräften

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Martin Brandl, regte an, differenzierte Prognosen auch auf Kreisebene zu erstellen und forderte in der Schulentwicklungsplanung eine enge Abstimmung zwischen dem jeweiligen Schulträger und dem Bildungsministerium. Simone Huth-Haage, CDU, verwies auf die teils sehr gegenläufigen Entwicklungen in Städten und ländlichen Räumen und warnte davor, den ländlichen Raum zu vernachlässigen. Bildungsministerin Stefanie Hubig betonte, dass keine Region schlechter behandelt werde und es darum gehe, flächendeckend ein zuverlässiges und wohnortnahes Schulangebot nach dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ zu garantieren. Es würden keine Grundschulen geschlossen wenn sich abzeichne, dass die Schülerzahlen in den kommenden fünf bis sieben Jahren wieder ansteigen. Auch sei das Land gewappnet, den sich verändernden Schülerzahlen eine ausreichende Zahl und entsprechend qualifizierte Lehrkräfte gegenüber zu stellen.

 
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